Wie weh können doch Konflikte tun – gerade wenn sie in der Familie entstehen ! Ein hartes Wort gibt das andere. Unüberlegte Worte und falsche Einschätzungen können tief verletzen. Bald sind Verleumdung und Übertreibung im Spiel. Zu guter Letzt ist das gegenseitige Misstrauen so tief, dass man nicht mehr miteinander sprechen kann.
Muss das bei Christen auch so sein ? Es gibt hier doch so viele wunderbare Hilfen in der Bibel, die uns Jesus Christus geschenkt hat. Man sollte sie rechtzeitig anwenden, bevor Schlimmeres entsteht.
Wenn Du Streit hast in deiner Familie und verletzt worden bist, dann ist es sehr hilfreich, für das nächste Gespräch mit Hilfe der Qualitätsmaßstäbe Jesu “Fairness-Regeln” zu vereinbaren. Es sind nur ganz wenige Punkte, die Du unter der Überschrift “Dich selbst” im Hauptmenü erfahren kannst.
Wenn es dir schwerfällt, deinen Gegner zu respektieren, wenn du ihn als moralisch minderwertig, als unterlegen, schwach und unwert empfindest, dann bedenke, dass Jesus ihn nicht weniger liebt als dich. Gerade weil er schwach und verletzbar ist, wird sich Jesus schützend vor ihn stellen: “Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.” (Mt 25,40) Stelle dir vor, dass ihm eine unsichtbare Person zur Seite steht: der göttliche Anwalt, der Heilige Geist, der Gläubige vertritt, die sich nicht selbst verteidigen können, und der eines Tages all deine Motive und Hintergedanken ans Licht bringen wird. “Es ist nichts verborgen, das nicht offenbar wird, und es gibt nicht Heimliches, das man nicht eines Tages wissen wird.” (Mt 10,26)
Lösche das Feuer, das die Zunge anzünden kann! Lösche rechtzeitig und lasse niemals Glut im Verborgenen schwelen! Es sind schon komplette Familien, ganze Gemeinden an solchen Bränden zugrundegegangen!
Schrecklich ist es wenn solche Brände zu Straftaten führen und einen schweren Schaden anrichten, der kaum noch zu reparieren ist. Soll man das hinnehmen, wenn dann Christen einander nicht mögen, aneinander vorbeisehen, schlecht übereinander reden, oder gar einander hassen und verabscheuen…?
Hat man die große Chance, die in bibelgemäßer Konfliktschlichtung liegt, nicht erkannt?
Ohne bibelgemäße Konfliktschlichtung bleiben viele christliche Gemeinden auf das Kommen Jesu denkbar schlecht vorbereitet!
Jesus Christus hat seiner Gemeinde mitgeteilt, was Christen bei Konflikten und bei offenbarem Unrecht in der Gemeinde tun sollen.
Wenn man sich an seinen Weisungen orientiert, so können Konflikte zur Chance werden: es werden nicht nur Beziehungen geheilt und erneuert, Wunden verbunden, und die Würde der Konfliktpartner wiederhergestellt, sondern die ganze Gemeinde gewinnt dadurch erheblich an Verantwortungsgefühl, Rücksichtnahme auf die Schwachen, Urteilsvermögen und Glaubwürdigkeit.
Unsere kleine Broschüre will aufzeigen, wie man auch in schweren Konfliktfällen wieder auf den biblischen Weg zurückfindet, damit Jesus Christus, wenn er kommt, seine Gläubigen im Frieden antrifft…
“Einige dich mit deinem Bruder, solange du noch unterwegs bist …” (Mt 5,25)
Kurzversion “Liebe ohne Fairness” (pdf-Datei)
Wer zu einer bibelgemäßen Konfliktschlichtung beitragen will, der muss sich natürlich zuvor selbst prüfen, ob er nicht die eigene Macht zum Schaden anderer missbraucht.
Auch wenn du nicht selbst durch Unrecht betroffen bist: durch diese Broschüre wird dein Blick für Manipulation und Machtmissbrauch in der Gemeinde geschärft, sodass du dich vor diesen unguten Einflüssen weitgehend schützen kannst.
Seit der April-Version wurden viele wichtige Verbesserungen eingefügt, insbesondere zur werkgerechten Wiedergutmachung. Auf eine Gefahrenordnung wurde in allen folgenden Versionen verzichtet. Ersatzweise wurden die Kapitel “Frommer Filz” und “Typische Methoden des Machtmissbrauchs” aufgenommen.
